Projekt #roadtogluecksburg

Im Januar entschied ich mich dafü die erste Langdistanz meines Lebens zu absolvieren – der August war avisiert. Das Projekt viel daher in das letzte Semester meines Studiums, da ich im März anfing meine Bachelor Thesis zu schreiben. Die Kombination aus Training und Sport war eine schwierige Aufgabe! Rückwirkend betrachtet konnte ich sie gut meistern… ich erhielt Anfang Juli meine Urkunde zum Bachelor der Sozialpädagogik von der Hochschule Düsseldorf.
Der Fokus lag nun wieder auf der Vorbereitung für die Ironman-Langdistanz, die letzten Wochen nach der Thesis vergingen leider wie im Flug.
So fuhren Til, Jana und ich am Freitag vor dem Rennen nach Glücksburg. Dort nutzten wir die Möglickeiten der frühen Anreise um uns schon mit der Radstrecke vertraut zu machen. Diese entpuppte sich als sehr winkelig und mit kleinen Anstiege gespickt. Im Triathlon-Magazine wurde die Strecke als anspruchsvoll beschrieben. Dies ist sie auf jeden Fall! Am späten Freitag Abend holten wir uns die Startunterlagen ab und planten den Samstag vor.
Vorgesehen war ein kurzen Lauf und damit war klar – die Besichtigung der Laufstrecke! Auch diese war sehr anspruchsvoll. Viele Anstiege, wechselnde Untergründe und Richtungsänderungen standen uns hier bevor. Ich dachte mir nur „na super“, für die erste Langdistanz und den ersten Marathon hätte die Strecke ruhig ein bisschen einfacher sein können.
Am Sonntag ging um 4:45 dann der Wecker. Nach einem kleinen Frühstück machten wir uns auf zum Startbereich. Die Zeit bis zum Start um 7 Uhr verflog sehr schnell und so stürzten wir uns um Punkt 7 Uhr in die sehr ruhige und kalte Ostsee. Beim Schwimmen konnte ich mich von Anfang an gut platzieren und so befand ich mich die ganze Zeit an Position 1-2 der Einzelstarter. Am Ende der zweiten Runde der 3,8 km Schwimmdistanz konnte ich mich noch leicht absetzten. So entstieg ich als „First man out of the Water“ der Einzelstarter der Ostsee. Beim Wechseln kämpfte ich ein bisschen mit dem Anziehen meines Aerosuits. Ich verließ als zweiter des Gesamtfeldes die Wecheslzone und konzentrierte mich nun auf 180km Radfahren.
Es war schon überwältigendes Gefühl diesen Platz auf den ersten 75km beizubehalten.  Bei km 100 überholte mich dann die große Gruppe der Topfavoriten, welcher ich noch weitere 10km folgte, bevor ich diese ziehen lassen musste. Jetzt fing auch für mich das Rennen an hart zu werden. Mich verließ auf den nächsten 50km ein bisschen die Kraft, welche ich aber durch Essen und Trinken halbwegs wieder aufbauen konnte.  Die letzte der sechs Runden auf dem Rad, bzw. die letzten 30km, konnte ich dann auch wieder mehr Power aufs Pedal bringen. So stieg ich, gelistet in der Top 10, nach 4:51 vom Rad. Nun begann für mich die größte Unbekannte, der Marathon.
Noch nie bin ich so eine Distanz gelaufen und es bescherte mir schon im Vorfeld einige unruhige Minuten. Ich musste immer an die Geschwindigkeit denken, die ich mir vornahm. Nach dem Wechsel lief ich mit einer Geschwindigkeit zwischen 4:45-5:00 Minuten an, da ich dieses Tempo im Training bei langen Läufen git verkraftete. So konnte ich Runde um Runde konstant durchlaufen. Mir blieb sogar noch Energie auf den letzten Kilometer um das Tempo anzuziehen. Im Ziel stand für mich dann eindlich eine 9:20 und der 8-te Gesamtplatz bei meiner ersten Langdistanz fest. Was für ein Ergebnis für mich! Daher möchte ich mich auch an dieser Stelle bei allen Beteiligten des Projektes Langdistanz bedanken!